Die Zeit der Geschenke ist zwar vorbei, aber der Februar bietet Unternehmen gleich zwei wertvolle Gelegenheiten: den Tag des Passwortwechsels am 1. Februar und den 2FA-Tag am 2. Februar. Beide Tage bieten Unternehmen und Privatpersonen eine ideale Möglichkeit, mit geringem Aufwand große Gewinne im Bereich Sicherheit zu erzielen.
Ein kurzer Hinweis zu Passwortänderungen
Bevor wir uns einige Tipps ansehen, sei darauf hingewiesen, dass es bei guter Passworthygiene heutzutage nicht mehr darum geht, alle 60 oder 90 Tage ein neues Passwort zu erzwingen. Die Empfehlungen des NIST raten davon ab, routinemäßige, geplante Passwortänderungen vorzunehmen, es sei denn, es liegen Anzeichen für eine Kompromittierung vor. Stattdessen sollte der Fokus auf der Erstellung starker, einzigartiger Passwörter liegen (sofern Passkeys nicht möglich sind) und auf der Hinzufügung eines zweiten Faktors, wo dies besonders wichtig ist.
Empfehlungen
Im Folgenden finden Sie gezielte Maßnahmen und Verbesserungen, die einen komplexen und kostspieligen Sicherheitsvorfall verhindern können. Unternehmen, die bereits einige oder idealerweise alle dieser Punkte umgesetzt haben, können stolz auf sich sein und sich für ihre proaktive Haltung auf die Schulter klopfen. Andernfalls nutzen Sie die folgende Liste als Checkliste, um jetzt das Risiko zu verringern und nicht erst später, wenn es möglicherweise zu spät ist.
1. Wichtige Konten identifizieren
Beginnen Sie mit den Konten, die als Hauptschlüssel fungieren. Dazu gehören beispielsweise:
- Administratoren von Microsoft 365 oder Google Workspace
- Administratoren von Passwort-Tresoren
- Anmeldedaten für Bankgeschäfte, Gehaltsabrechnungen und Zahlungsabwicklung
- Domain-Registrar und DNS-Hosting
- Remote-Zugriffe und IT-Verwaltungskonsolen
Wenn eines dieser Konten kompromittiert wird, können Angreifer oft weitere Passwörter zurücksetzen, Weiterleitungsregeln erstellen, sich als Mitarbeiter ausgeben und Nutzer aussperren.
2. Schwache, wiederverwendete und gemeinsam genutzte Passwörter ändern
Wenn ein Passwort an mehreren Stellen existiert, ersetzen Sie es durch ein sicheres und einzigartiges Passwort. Dieses sollte von einem Passwortmanager generiert werden und die Anforderungen an Komplexität und Länge erfüllen und nicht nur eine leicht veränderte Version eines alten Passworts sein.
3. 2FA/MFA aktivieren
Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) bzw. die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) machen gestohlene Passwörter deutlich weniger nützlich. Sofern Ihre Umgebung dies unterstützt, sollten Sie anstelle von SMS stärkere Methoden wie Authentifizierungs-Apps, Sicherheitsschlüssel oder Passkeys verwenden.
4. Gemeinsam genutzte Anmeldeinformationen reduzieren
Gemeinsam genutzte Anmeldeinformationen sind zwar praktisch, aber schwer zu überprüfen und leicht zu missbrauchen. Benötigt Ihr Team dennoch einen gemeinsamen Zugriff, beachten Sie bitte folgende Standards und Regeln:
- Bewahren Sie die Anmeldedaten in einem sicheren Tresor auf, nicht in einer Tabelle, einem Dokument oder einem Chat.
- Beschränken Sie den Zugriff auf die Personen, die ihn wirklich benötigen.
- Überprüfen Sie die Zugriffsrechte vierteljährlich (oder bei Rollenänderungen).
5. 2FA-/MFA-Genehmigungen so gestalten, dass sie nicht versehentlich erteilt werden
Push-Genehmigungen sind nutzerfreundlich, aber nur so lange, bis jemand versehentlich auf „genehmigen" tippt. Funktionen wie der Nummernabgleich reduzieren versehentliche Genehmigungen und erschweren Phishingangriffe.
6. Wiederherstellungsoptionen prüfen, bevor sie benötigt werden
Nichts ist ärgerlicher (und kann eine lange, stressige Nacht nach sich ziehen) als ein gesperrtes Administratorkonto. Stellen Sie sicher, dass Sie Folgendes haben:
- Sicher gespeicherte Wiederherstellungscodes
- Back-up-Methoden für Administrator-Anmeldungen
- Einen dokumentierten Plan darüber, wer welche Aufgaben übernimmt, falls ein Administrator ausgesperrt wird.
So hilft Devolutions
Hier sind einige Möglichkeiten, wie bestimmte Produkte und Lösungen von Devolutions eine starke Passworthygiene ermöglichen, ohne die Komplexität zu erhöhen oder hohe Kosten zu verursachen:
- Erzwingen Sie MFA und verstärken Sie die Eingabeaufforderungen in Devolutions Hub Business: Devolutions Hub Business verfügt über Sicherheitseinstellungen zum Erzwingen von MFA. Es kann auch so konfiguriert werden, dass Push-Benachrichtigungen zum Nummernabgleich über Devolutions Workspace-Apps aktiviert werden.
- Konfigurieren Sie MFA in Devolutions Server: Devolutions Server unterstützt mehrere MFA-Optionen und kann sowohl allgemein als auch nutzerspezifisch konfiguriert werden, sodass Unternehmen dort strengere Kontrollen anwenden können, wo das Risiko am höchsten ist.
- Schützen Sie das Devolutions-Konto: Die Sicherheitsfunktionen des Devolutions-Kontos umfassen die Konfiguration der MFA und Wiederherstellungscodes, damit Teams den Zugriff absichern können.
- Implementieren Sie 2FA mit Devolutions Workspace: Die Devolutions-Dokumentation enthält Schritte zur Konfiguration von Devolutions Workspace MFA, die beim Starten von Remote Desktop Manager eine zusätzliche Sicherheitsebene bietet.
Ein abschließendes Wort
Sinnvolle Sicherheitsverbesserungen müssen nicht zeitaufwendig oder komplex sein. Konzentrieren Sie sich auf besonders wichtige Konten, speichern und teilen Sie Anmeldedaten in einem sicheren Tresor, statt in Dokumenten oder Chats und aktivieren Sie 2FA/MFA als Standard. Darüber hinaus können Teams mit Devolutions Hub Business, Devolutions Server und Devolutions Workspace die Kontrollen standardisieren, ohne Reibungsverluste zu verursachen, und einen zuverlässigen, kontinuierlichen Schutz und eine hohe Widerstandsfähigkeit gewährleisten.

Steven Lafortune

