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Neuer Bericht offenbart große Veränderungen im Mangel an Fachkräften für Cybersicherheit

Ein neuer SANS-Bericht zeigt, dass sich der Fachkräftemangel im Bereich der Cybersicherheit verlagert: Das Problem ist nicht mehr ein Mangel an Bewerbern, sondern vielmehr ein Mangel an berufsrelevanten Fähigkeiten. Technische Kompetenz ist bei Einstellungsentscheidungen mittlerweile wichtiger als Erfahrung und Abschlüsse.

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Die Ankündigung, dass es einen massiven Mangel an Experten für die Cybersicherheit gibt, ist keine „Neuigkeit“. Der Fachkräftemangel besteht schon seit mehreren Jahren. Heute sind weltweit schätzungsweise 4,8 Millionen Stellen im Bereich Cybersicherheit unbesetzt - und diese Zahl steigt jedes Jahr um etwa 19%.

Was jedoch mit Sicherheit Aufmerksamkeit verdient, ist die unerwartete Enthüllung im neuen Cybersecurity Workforce Research Report 2025 von SANS. Zum ersten Mal gibt eine Mehrheit der Personalmanager an, dass das Hauptproblem bei der Rekrutierung von Experten für die Cybersicherheit nicht in einem mangelnden Interesse der Bewerber liegt. Vielmehr haben sie Schwierigkeiten, Mitarbeiter zu finden, die über die richtige Mischung aus berufsrelevanten Fähigkeiten verfügen, die ihnen, ihrem Team und ihrem Unternehmen als Ganzes zum Erfolg verhelfen.

Technische Kompetenz wird zur wichtigste Einstellungsvoraussetzung

Für den Bericht von SANS wurden weltweit fast 3.400 Cybersicherheits- und Personalmanager befragt. Das Ergebnis: Für 52 % der Befragten hat die technische Kompetenz die Berufserfahrung und akademische Zeugnisse als wichtigstes Einstellungskriterium überholt.

Dabei muss man hinzufügen, das sich technische Fähigkeiten in diesem Sinne nicht auf Kompetenzen wie Codierung, Risikoanalyse, Netzwerksicherheitskontrolle und andere sogenannte „Hard Skills“ beschränken. Sie umfassen auch Faktoren wie Anpassungsfähigkeit, Lernbereitschaft und die Fähigkeit, gut in einem Teamumfeld zu arbeiten.

Dies ist eine deutliche Abkehr von der herkömmlichen Denkweise der Unternehmen, bei der die Erhöhung der Mitarbeiterzahl im Vordergrund stand. Mit anderen Worten: Viele Jahre lang bestand der Auftrag für Personalmanager darin, Mitarbeiter mit fundierten Kenntnissen im Bereich Cybersicherheit, aber nicht unbedingt mit nachgewiesenen Fähigkeiten, in das Unternehmen zu holen. Heute sagen viele Personalmanager, dass dieser Ansatz nicht optimal ist. Stattdessen konzentrieren sie sich auf Bewerber mit der richtigen Mischung aus berufsrelevanten Fähigkeiten und scheuen vor Bewerbern zurück, die nur einen beeindruckenden Lebenslauf vorweisen können.

Das Ende des Mangels an Fachkräften für Cybersicherheit?

Der im Bericht von SANS aufgezeigte Paradigmenwechsel veranlasst einige Experten zu der Schlussfolgerung, dass der Mangel an Fachkräften für Cybersicherheit, zumindest so, wie er üblicherweise beschrieben und diskutiert wurde, vorbei ist. Stattdessen wurde er durch die Anweisungen der Unternehmen ersetzt, qualifizierte Arbeitskräfte außerhalb der traditionellen Talentpools für Cybersicherheit in Sektoren wie Buchhaltung, Bildung, Personalwesen und anderen unerwarteten Bereichen anzusprechen und diese neu eingestellten Mitarbeiter aktiv zu effektiven Cybersicherheit-Experten auszubilden.

Helen Patton, ehemalige CISO und Leiterin des Bereichs Cybersicherheit bei Cisco, kommentiert: „Meine persönliche Meinung ist, dass es im Bereich der Cybersicherheit eigentlich keinen Mangel an Fachkräften gibt. Das eigentliche Problem liegt darin, die Fähigkeiten zu verstehen, die für die verschiedenen Aufgaben benötigt werden, und die Leute zu finden, die diese Fähigkeiten haben.

Ratschläge für Unternehmen und Arbeitssuchende

Die optimalen Rahmenbedingungen für die Suche, Einstellung und Bindung von Fachkräften im Bereich der Cybersicherheit mögen sich ändern. Was sich jedoch nicht ändert, ist, dass dies auch in den kommenden Jahren eine große Herausforderung bleiben wird.

Um diese Situation zu erhellen und einen Weg in die Zukunft aufzuzeigen, haben wir Devolutions CIO Simon Chalifoux gebeten, einige Ratschläge für Unternehmen zu geben, die mit einem Mangel an Kompetenzen für Cybersicherheit konfrontiert sind. Wir haben Simon auch gebeten, einige Vorschläge für Arbeitssuchende zu machen, die zwar über gute Kenntnisse und Referenzen verfügen, denen es aber an berufsrelevanten Fähigkeiten mangelt, die sie zu einem Spitzenkandidaten machen würden.

Was denken Sie?

Haben Sie in letzter Zeit Veränderungen in der Einstellungspraxis im Bereich Cybersicherheit festgestellt? Wenn ja, was halten Sie von diesen Veränderungen? Sind sie Ihrer Meinung nach positiv oder negativ?

Welchen Rat haben Sie außerdem für Unternehmen, die vor Herausforderungen bei der Rekrutierung von Mitarbeitern im Bereich Cybersicherheit stehen? Was übersehen sie oder machen sie falsch?

Und was raten Sie Personen, die in den Bereich der Cybersicherheit einsteigen möchten? Was sollten Sie tun, um ihre Chancen sowohl im Bewerbungsprozess als auch beim Antritt ihrer neuen Stelle zu stärken? Welche Strategien sollten sie verfolgen und welche Fehler sollten sie vermeiden?